Gelungener Auftakt beim Deutschlandpokal
Rund 150 Nachwuchsbiathletinnen und Nachwuchsbiathleten aus ganz Deutschland haben sich am Freitag in der EWF-Biathlon-Arena der ersten wichtigen Standortbestimmung der Saison gestellt. Zum Auftakt des DSV-Joka-Deutschlandpokals stand ein verkürztes Einzel auf Rollskiern auf dem Programm. Mit Emma Paulus, Jana Hammen, Ajas Tarhanis und Felix Witten gingen auch vier Nachwuchsathleten des Ski-Clubs Willingen vor heimischer Kulisse an den Start.
Schon am frühen Morgen herrschte reger Betrieb in der Arena. Während sich die ersten Sportlerinnen und Sportler auf der Rollerbahn aufwärmten, wurden am Schießstand letzte Vorbereitungen getroffen. Mit dem ersten Startschuss rückte schließlich der Sport in den Mittelpunkt.
Für die heimischen Teilnehmer war der Wettkampf eine besondere Herausforderung. Emma, Jana und Ajas sind in dieser Saison neu in die Jugend 16 aufgerückt und sammeln derzeit ihre ersten Wettkampferfahrungen mit dem Kleinkalibergewehr. Neben der starken nationalen Konkurrenz sorgte auch der Start vor Freunden, Familien und Vereinsmitgliedern für zusätzliche Anspannung. "Wir sind ganz schön aufgeregt", sagten Jana und Emma kurz vor ihrem Start.
Dann wurde es ernst: Über die zehn Kilometer der Jugend 16 belegte Jana nach 44:16,9 Minuten den zwölften Platz. Acht Scheiben blieben am Schießstand schwarz, wofür sie insgesamt sechs Strafminuten kassierte. „Es war ganz okay“, lautete ihr Fazit nach dem Zieleinlauf. Den Sieg sicherte sich Alina Maier vom WSV Eppenschlag (36:09,0 Minuten/5 Fehler). Emma, die die Woche über krankheitsbedingt nicht voll trainieren konnte, musste den Wettkampf frühzeitig beenden. "Es ging leider nicht anders", sagte die 15-Jährige.
Für Ajas hieß es bei der Jugend 16 über 12,5 Kilometer nach 51:43,8 Minuten Rang 18. Elf Fehler handelte er sich am Schießstand ein. Der Sieg dieser Altersklasse ging an Max Eberle vom SK Nesselwang, der nach 42:58,5 Minuten die Ziellinie überquerte - sechs Fehler gingen auf sein Konto.
Den Sieg bei der Jugend I (AK 17) über zehn Kilometer schnappte sich Magdalena Gruber vom WSV Viechtach. Ihre Zeit: 36:12,6 Minuten. Vier Fehler handelte sie sich am Schießstand ein. Lilly Maleen Schlegel vom SC Todtnau hieß die Siegerin der Jugend II (AK 18/19) über 12,5 Kilometer nach 40:36,8 Minuten. Nur ein Fehler ging auf ihr Konto. Und bei der männlichen Jugend I stand Yves Kupferer (Bad Säckingen; 36:32,0/2) ganz oben auf dem Podest. Bei der Jugend II über 15 Kilometer kam Felix Witten nach 50:33,3 Minuten und acht Fehlern auf Rang 25. Es siegte Laurenz Schopper (Neubau; 44:17,5/4).
Trainer Mario Rummel ordnete die Leistungen seiner Sportler realistisch ein: „Für Jana, Emma und Ajas war es eine neue Situation. Der Wechsel zum Kleinkalibergewehr und der Start in der Jugend 16 sind große Schritte. Natürlich lief noch nicht alles perfekt, aber wir haben gute Ansätze gesehen und wissen nun, woran wir weiterarbeiten müssen.“
Während auf der Strecke um Sekunden und am Schießstand um jeden Treffer gekämpft wurde, sorgten zahlreiche Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Sie waren am Start und im Ziel, entlang der Strecke, am Schießstand sowie bei der Verpflegung im Einsatz. Abseits des sportlichen Geschehens herrschte eine familiäre Atmosphäre. Der Duft von Gegrilltem zog durch die Arena, Kaffee und Kuchen fanden zahlreiche Abnehmer und entlang der Strecke feuerten Eltern, Teamkollegen und Besucher die jungen Sportler an. Besonders laut wurde es, wenn einer der heimischen Athleten vorbeikam.
Am Samstag wird der Deutschlandpokal mit den Sprintwettbewerben auf Rollski fortgesetzt. Für die SCW-Sportler bietet sich dann die nächste Gelegenheit, die Erfahrungen des ersten Tages umzusetzen und vor heimischer Kulisse erneut anzugreifen. Der erste Startschuss fällt wieder um 10 Uhr. Sonntag geht es dann mit den Crosswettkämpfen weiter.
Fotos: Kevin Voigt/5