Platz fünf für Linus Kesper in Frankreich
Mit einem starken fünften Platz im Sprint hat Biathlet Linus Kesper vom Ski-Club Willingen bei den französischen Meisterschaften in Arçon überzeugt. Im 64-köpfigen Starterfeld zeigte der Upländer vor allem am Schießstand eine sehr gute Leistung.
Parallel zu den Meisterschaften gingen zwar auch die weltbesten Biathleten beim Loop-One-Festival im Münchner Olympiapark an den Start, dem sportlichen Wert von Kespers Leistung tat das jedoch keinen Abbruch.
Über die zehn Kilometer blieb Linus Kesper fehlerfrei und erreichte nach 26:45,3 Minuten das Ziel. Der Sieg ging an den Franzosen Oscar Lombardot, der ebenfalls ohne Schießfehler blieb und in 25:58,0 Minuten gewann. „Der Sprint lief richtig gut. Mit null Fehlern war ich natürlich sehr zufrieden“, sagte der 23-Jährige. „Auf der Strecke wäre an einem anderen Tag vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, aber so war’s auch okay.“
Für den Willinger war es bereits der dritte Start bei den französischen Titelkämpfen. Die Wettkämpfe sind eine ideale Gelegenheit, sich mit starker internationaler Konkurrenz zu messen. „Es ist eine schöne Möglichkeit, einen hochwertigen Wettkampf zu machen. Zudem ist der Druck nicht so groß, weil man dort nicht unbedingt abliefern muss. Man kann die Rennen gut aus dem Training heraus bestreiten und wichtige Wettkampfroutine sammeln.“
Dabei hatten die Athleten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. „Das Wetter war eine Katastrophe. Es hat richtig geschifft, bei nur sieben Grad. Das war wirklich unangenehm“, berichtete Kesper.
Im Verfolgungsrennen lief es für Kesper nicht mehr ganz so rund. Fünf Schießfehler warfen ihn auf Rang zwölf zurück. Nach 38:38,4 Minuten erreichte er das Ziel. Erneut gewann Lombardot, der sich trotz drei Fehlern in 35:28,4 Minuten durchsetzte.
„Am Sonntag habe ich mich nicht besonders gut gefühlt“, sagte der Biathlet rückblickend. Mit einer Trefferquote von 75 Prozent sei das Schießen „keine Katastrophe, aber auch nicht gut“ gewesen. Auch läuferisch habe ihm die Frische gefehlt. „Am Montag bin ich dann krank geworden. Das Gefühl im Wettkampf hat sich damit bestätigt.“
Nach einer kurzen Trainingspause richtet Kesper den Blick schon wieder nach vorn: Bereits Mitte der kommenden Woche reist er für zwei Wochen ins norwegische Schnee-Trainingslager, wo die letzte Vorbereitung erfolgt. Kurz danach steht in Obertilliach schon die wichtige Qualifikation für die Wintersaison an. Die Vorfreude ist groß: „Ich freue mich schon jetzt riesig auf den Schnee und die Wettkämpfe.“
Foto: Kevin Voigt