Mats Trögeler siegt beim Nordcup in Pöhla
Mit einem Sieg von Mats Trögeler ist der Skisprung-Nachwuchs des Ski-Clubs Willingen in den ersten überregionalen Wettkampf der neuen Saison gestartet. Beim Nordcup auf der Pöhlbachschanze setzte sich der Willinger bei den Schülern 12/13 gegen die starke Konkurrenz durch. Insgesamt gingen im sächsischen Pöhla 74 Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten an den Start. Dauerregen verlangte den jungen Sportlerinnen und Sportlern einiges ab. Da die Windverhältnisse weitgehend konstant blieben, konnte der Wettbewerb dennoch unter fairen Bedingungen ausgetragen werden.
Mats ließ sich von den äußeren Bedingungen nicht beeindrucken: Mit Sprüngen auf 60,5 und 62,5 Meter sammelte er 224,2 Punkte und sicherte sich verdient den Sieg. Knapp fünf Punkte trennten ihn vom Zweitplatzierten Hannes Meischner (Geyer), der mit Weiten von 59,5 und 61,5 Metern auf 219,4 Zähler kam. Mats Teamkollege Bela Asmuth landete bei 45 und 44,5 Metern und belegte mit 129,8 Punkten den neunten Platz.
Bei den Schülerinnen 14/15 sprang Emma Mungenast 47 und 42,5 Meter weit (130,8) und wurde 17. Der Sieg ging an Julia Albert (Ruhla), die mit Sprüngen auf 62,5 und 62 Meter 223,3 Punkte erzielte. Bei den gleichaltrigen Jungen kam Johannes Modjesch mit Weiten von 51 und 54,5 Metern sowie 172,2 Punkten auf Rang 19. Paul Rummel sprang 44 und 43 Meter weit und belegte mit 126,8 Punkten Rang 29. Den Wettbewerb gewann Finn Weigel aus Bischofsgrün (62,5, 62,5;230,5).
Trainer Daniel Luckey ordnete das Abschneiden seiner Schützlinge als wichtige Standortbestimmung ein: „Der erste überregionale Wettkampf der neuen Saison ist immer wichtig, um einschätzen zu können, wie gut wir über den Sommer hinweg gearbeitet haben. Mats konnte seine starken Leistungen aus dem Winter noch einmal steigern.“ Bis zum Beginn der Wintersaison sieht der Trainer dennoch Entwicklungspotenzial: „Für Mats gilt es vor allem abseits der Schanze noch Fortschritte zu erzielen, um weiterhin zur nationalen Spitze zu gehören. Für alle anderen heißt es nun, den Abstand bis zum Winter zu verkürzen und die fleißige Trainingsarbeit der vergangenen Monate konsequent fortzusetzen.“
Auch Robin Kloß war vergangenes Wochenende im Einsatz: Der FIS-Cup in Villach mit den Plätzen 57 und 31 lief allerdings nicht wie erhofft. „Das hatte ich mir anders vorgestellt“, bilanzierte der 21-Jährige.
Dabei war Kloß vielversprechend in das Wochenende gestartet. Bereits im Training am Freitag zeigte er gute Sprünge, und auch der Probedurchgang am Samstag verlief zufriedenstellend. Im ersten Wertungsdurchgang konnte er daran jedoch nicht anknüpfen und kam mit 81,5 Metern nicht über Rang 57 hinaus. „Den Wettkampfsprung habe ich komplett danebengehauen. Ich weiß selbst nicht genau, was ich da gemacht habe“, sagte Kloß. Mit seinen Leistungen aus den vergangenen Wochen sei dieser Versuch nicht zu vergleichen gewesen. „Es war ein grober Ausrutscher. Mein Trainer hat das genauso gesehen, deshalb habe ich den Wettkampf schnell abgehakt.“
Auch am Sonntag zeigte Robin Kloß einen guten Sprung im Probedurchgang. Im Wettkampf erschwerten jedoch wechselnde Windbedingungen die Aufgabe. Dennoch steigerte er sich auf 91,5 Meter und belegte damit Rang 31, lediglich 0,1 Punkte fehlten für Durchgang zwei. „Das war sehr ärgerlich. Ausgerechnet meine Wettkampfsprünge waren die Schwächsten des Wochenendes. Das war leider der falsche Zeitpunkt.“
Trotz des knappen Ausscheidens nimmt Kloß auch positive Erkenntnisse aus dem Wochenende mit. Die guten Leistungen im Training und in den Probedurchgängen hätten ihm gezeigt, dass er mit der Konkurrenz mithalten könne. „Ich weiß, dass ich gut dabei bin, wenn ich meine normalen Sprünge zeige. Daran halte ich fest.“
In den kommenden Trainingseinheiten will Kloß deshalb vor allem an seiner Konstanz arbeiten. „Ich möchte noch mehr Sicherheit in meine Sprünge bringen, damit solche Ausrutscher im Wettkampf nicht mehr passieren.“ Bereits in zwei Wochen steht für ihn dann der nächste FIS-Cup in Einsiedeln in der Schweiz auf dem Programm.