Mit neuem Schwung zurück auf die Schanze
19.August 2026

Mit neuem Schwung zurück auf die Schanze

19
August
Erstellt von Friederike Weiler
Kategorie: Club-News, Skispringen
2026
19 .August 2026
Kategorie: Club-News, Skispringen
Erstellt von Friederike Weiler

Nach einer schwierigen Saison, in der ihm nicht der erhoffte Sprung ins Continentalcup-Team gelang, ist bei Skispringer Robin Kloß wieder Aufbruchstimmung zu spüren: Der 21-Jährige, der für den Ski-Club Willingen startet, wirkt deutlich entspannter als noch vor einigen Monaten. Die Enttäuschungen des vergangenen Winters sind aufgearbeitet und die Freude am Skispringen ist zurück.

 

„Ich bin ganz gut in die neue Saison gestartet und hatte von Anfang an ein gutes Gefühl auf der Schanze“, erzählt Kloß. Die ersten Trainingswochen im Mai und Juni verbrachte der gebürtige Usselner vor allem in Hinterzarten, bevor Ende Juni der erste Lehrgang in Oberhof anstand. Dort trainierte er mit der Stützpunktgruppe des erweiterten B-Kaders. „Das war schon toll. Es hat alles gut geklappt und richtig Spaß gemacht.“ Nur eine Woche später ging es weiter nach Innsbruck, Garmisch-Partenkirchen und Stams – wieder mit dem B-Kader. „Auch das war richtig cool. Das Springen hat super funktioniert.“

 

Zwischen den Lehrgängen standen zahlreiche Einheiten im Heimtraining in Hinterzarten auf dem Plan. Besonders wichtig war dabei die Zusammenarbeit mit seinem neuen Trainer Martin Schmitt. „Mit Martin hat es von Anfang an super harmoniert“, sagt der 21-Jährige. Das Training sei speziell auf ihn angepasst worden. „Und das tut mir richtig gut und ich finde, dass sich das inzwischen auch in meinen Sprüngen widerspiegelt.“

 

Während der B-Kader zuletzt eine Trainingspause einlegte, nutzte Kloß die Zeit für zusätzliche Einheiten. Gemeinsam mit Schmitt arbeitete er intensiv an technischen Details. Anschließend standen zunächst einige Tage in Oberstdorf mit dem B-Kader auf dem Programm, bevor es gemeinsam mit den SCW-Coaches Jörg Pietschmann und Anže Brankovič nach Slowenien ging. „Das war ein sehr gelungener Lehrgang, vor allem die jüngeren Athleten bringen frischen Wind in die ganze Sache und es herrscht insgesamt eine ganz andere, viel lockere Stimmung, die ich sehr mag.“

 

Ein Schwerpunkt der vergangenen Wochen lag auf der Anfahrt. Zudem wechselte Kloß auf ältere Ski und nahm gemeinsam mit seinem Team kleinere Anpassungen an der Bindung vor. „Da hat sich einiges verbessert. Die alten Sommerski liegen mir richtig gut, der Wechsel war die richtige Entscheidung.“ Auch an den Trainingsumfängen wurde geschraubt. „Im Vergleich zum vergangenen Sommer habe ich deutlich mehr Sprünge gemacht.“ Und trotz der hohen Temperaturen sei er körperlich gut durch die Vorbereitung gekommen. „Es war teilweise schon extrem heiß und fordernd.“

 

Bereits am 22. und 23. August steht im österreichischen Villach der erste FIS-Cup des Sommers an. „Mein Plan ist, locker an die Sache heranzugehen, die Sprünge aus dem Training abzurufen und dann zu schauen, wo ich stehe“, sagt er und ergänzt: „Ich will mir nicht zu viel Druck machen. Der Rest kommt dann von allein.“ Bis zum Saisonauftakt möchte er die positive Entwicklung der vergangenen Wochen fortsetzen. „Ich blicke zuversichtlich auf die nächsten Tage, werde weiterhin konzentriert trainieren und dann sehen wir, was beim ersten Wettkampf möglich ist.“

 

Die Zuversicht ist jedenfalls zurück. „Bisher bin ich durchweg positiv gestimmt“, sagt Kloß. Und genau das dürfte die beste Grundlage sein, um den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen.