Willinger Quartett sammelt wertvolle Erfahrung
Zum Auftakt der Deutschlandpokal-Saison 2026/27 stellten sich vier Athleten des Ski-Club Willingen auf der K74-Schanze in Rastbüchl der nationalen Konkurrenz. Landestrainer Anze Brankovic war direkt von einem Lehrgang in Slowenien angereist.
Ben Mungenast feierte in der Jugendklasse 16 sein Deutschlandpokal-Debüt und belegte an beiden Wettkampftagen den siebten Platz. Nach 46 und 45 Metern am Samstag steigerte er sich am Sonntag auf 50,5 und 49 Meter.
Philipp Beckmann tritt in der Jugendklasse 17 an, gehört dort jedoch zum jüngeren Jahrgang. Entsprechend stark war die Konkurrenz, zu der auch Athleten mit internationaler Erfahrung und Teilnahmen an Junioren-Weltmeisterschaften zählten. Nach guten Leistungen im Training konnte Beckmann seine Erwartungen am Samstag nicht ganz erfüllen. Sprünge auf 57 und 54,5 Meter bedeuteten Rang 27. Auf der vergleichsweise kleinen Schanze kam es vor allem auf einen guten Absprung an, während Beckmann seine Stärken normalerweise besonders in der Flugphase ausspielen kann. Am Sonntag gelang ihm eine deutliche Steigerung: Mit 67 und 64,5 Metern arbeitete er sich auf Platz 21 vor.
Auch Ludwig Flamme startete erstmals in der Klasse der Junioren und Herren, in der er dem jüngsten Jahrgang angehört. Seine Trainingsleistungen konnte er im Wettkampf zwar nicht vollständig abrufen, behauptete sich aber dennoch gut. Am Samstag belegte er mit einem 70-Meter-Sprung den 13. Platz, der zweite Durchgang fiel wegen eines Gewitters aus. Weiten von 70 und 68 Metern brachten ihm am Sonntag Rang 14 ein. Damit gelang Flamme die Qualifikation für den Alpencup in Oberstdorf. Dort wird er nicht der einzige Vertreter aus Willingen sein: Volkmar Hirsch ist als Technischer Delegierter im Einsatz, Angelika Göbel gehört als Sprungrichterin zum Kampfgericht. Flamme wird auch im kommenden Schuljahr im österreichischen Stams trainieren.
Eine besondere Premiere erlebte Emmi Bickelhaupt. Die 23-Jährige, die erst vor zwei Jahren auf den Orenbergschanzen mit dem Skispringen begann, trat erstmals bei einem Deutschlandpokal an. In einem international erfahrenen Teilnehmerfeld belegte sie mit 51,5 Metern am Samstag sowie 53 und 51 Metern am Sonntag jeweils Rang neun. „Ich konnte mich jedes Mal vom Probedurchgang zum Wettkampf steigern und bin immer über 50 Meter gekommen“, freute sich die 23-Jährige. „Ich bin superglücklich, dass ich dabei sein konnte. Ich hätte nicht gedacht, schon jetzt bei einem Deutschlandpokal starten zu dürfen.“