Daniel Luckey schließt B-Lizenz erfolgreich ab
Der nächste Schritt ist geschafft: Daniel Luckey, Skisprung-Coach des Ski-Club Willingen, hat die B-Trainer-Lizenz des Deutschen Skiverbandes (DSV) erfolgreich abgeschlossen. Nach intensiven Monaten mit Lehrgängen, Praxisphasen und abschließender Prüfung krönt die Qualifikation seinen langjährigen, vor allem ehrenamtlichen, Einsatz im Skisprungbereich.
Der Weg dorthin begann im Juli vergangenen Jahres und führte den Willinger Trainer an gleich mehrere zentrale Standorte des deutschen Wintersports. Drei jeweils viertägige Lehrgänge bildeten das Gerüst der Ausbildung: der Auftakt in Hinterzarten, eine zweite Phase im Oktober in Klingenthal, parallel zum Finale des Sommer-Grand-Prix, sowie der abschließende Prüfungslehrgang Ende April in Oberhof. „Die Kombination aus Theorie und Praxis an diesen Standorten war extrem wertvoll“, bilanziert der 34-Jährige.
Ein besonderes Highlight der Ausbildung war für ihn die Hospitation bei Damen-Bundestrainer Heinz Kuttin. Während eines Trainingslagers in Oberstdorf begleitete Luckey drei Tage lang die Damen-Nationalmannschaft und gewann Einblicke in den Trainingsalltag auf internationalem Spitzenniveau.
Zentraler Bestandteil der Ausbildung war zudem eine umfangreiche Hausarbeit. Aufgabe war es, eine komplette Jahrestrainingsplanung für einen Athleten für die Saison 2026/27 zu erstellen. Luckey entschied sich dabei für den SCW-Springer Steffen Lingnau. Die Arbeit umfasste unter anderem eine detaillierte Analyse der vergangenen Saison, die Einordnung in die Vorgaben des DSV-Rahmentrainingsplans sowie die Definition konkreter Ziele und Trainingsmaßnahmen für die kommende Saison.
Auch organisatorisch hatte es der Abschluss in sich: Unmittelbar vor dem Prüfungslehrgang hatte Luckey bereits vier Tage an der DSV-Trainerklausur in Bischofsgrün teilgenommen – mit dicht getakteten Sitzungen von morgens bis abends. Ohne nennenswerte Pause ging es weiter nach Oberhof. „Das war schon eine echte Herausforderung“, gibt er offen zu. „Ich bin quasi direkt von der Tagung in die Prüfung gegangen. Da musste man mental nochmal alles mobilisieren.“
Dass ihm das gelang, passt zu seinem Werdegang. Bereits vor 13 Jahren hatte Luckey die C-Trainer-Lizenz erworben und sich seitdem über viele Jahre ehrenamtlich engagiert. Insbesondere unterstützte er Trainer Jörg Pietschmann kontinuierlich in der Nachwuchsarbeit. Stillstand ist für Daniel Luckey jedoch keine Option. Sein Blick richtet sich bereits nach vorn: „Mein Ziel ist ganz klar der A-Trainer, also die höchste Ausbildungsstufe im DSV“, sagt er. „Ich möchte mich weiterentwickeln und meine Athleten bestmöglich auf ihrem Weg unterstützen.“ Mit dem erfolgreichen Abschluss der B-Trainer-Ausbildung hat er dafür nun die nächste wichtige Grundlage gelegt.