"Es war kein schlechter Einstieg"
Zum Auftakt des IBU-Cups im österreichischen Obertilliach ist Biathlet Linus Kesper am Donnerstag auf Rang 32 gelaufen. Der 22-Jährige, der für den Ski-Club Willingen startet, musste beim Sprint über zehn Kilometer zwei Mal in die Strafrunde abbiegen - sowohl im Liegend- als auch im Stehendanschlag blieb eine Scheibe schwarz. Seine Zeit: 25:25,7 Minuten.
„Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem Rennen. Ich habe zwar zwei Mal den ersten Schuss vorbei gesetzt, was sicherlich vermeidbar gewesen wäre, aber es kann eben passieren“, sagte Kesper und fügte an: „Um sich im Sprint behaupten zu können, muss man allerdings besser treffen. Trotzdem war’s kein schlechter Einstieg.“ Mit Startnummer 140 war der Sportler als einer der Letzten ins Rennen gegangen. „Hinten raus hat die Strecke etwas nachgelassen und wurde mehlig, mein Material war aber top.“ Allerdings hat der Biathlet am Mittwoch etwas zu viel gewollt: „Die Beine waren daher heute nicht super frisch, weil ich im offiziellen Training etwas übertrieben habe, deswegen bin ich hoffnungsvoll, dass es am Samstag eine ganze Ecke besser laufen wird.“
Den Sieg im Sprint schnappte sich der Norweger Johannes Dale-Skjevdal (23:15,1/1). Kein Unbekannter: Der 28-Jährige debütierte 2018 im Weltcup und sammelte seitdem zehn Siege, darunter drei Einzelerfolge, sowie drei WM-Medaillen. Auf Rang zwei landete der Franzose Oscar Lombardot (+49,1 Sekunden/0). Dritter und gleichzeitig bester Deutscher war David Zobel (Partenkirchen), der eine Scheibe verfehlte (+51,4). „Das Mannschaftsergebnis stimmt auch. Ich bin mit meinem 32. Platz schlechtester Deutscher, das ist in Ordnung. David wird Dritter und auch Elias auf Rang sieben hat ein super Rennen gemacht.“ Der 21-jährige Ruhpoldinger blieb fehlerfrei und hatte am Ende 1:04,2 Minuten Rückstand auf Dale-Skjevdal.
Samstag steht in Osttirol ein Ruhetag im Plan, bevor es am Samstag mit einem weiteren Sprint weitergeht. Sonntag folgt dann zum Abschluss die Verfolgung über 12,5 Kilometer. „Samstag heißt es wieder Angriff: Neuer Tag, neues Glück. Mein Ziel ist es, nicht gleich am Anfang zu schnell loszulaufen, damit ich hinten raus noch mehr Reserven habe“, sagt Linus Kesper. Foto: Kevin Voigt