„Glück gehabt“ - Linus Kesper startet beim IBU-Cup
Überraschend ein Ticket gelöst: Für Biathlet Linus Kesper vom Ski-Club Willingen ging es am Montag in die Slowakei. Denn dort steht ab Mittwoch der nächste IBU-Cup an, für den der 22-Jährige recht spontan nominiert wurde. „Wir waren am Samstag beim Austria-Cup in Hochfilzen im Einsatz, damit wir noch einmal eine Möglichkeit hatten, uns intern zu vergleichen und eventuell einen Startplatz für den IBU-Cup zu ergattern“, sagte Kesper und ergänzte: „Und ich zähle zu den Glücklichen. Damit hatte ich tatsächlich nicht mehr gerechnet, weil die Info erst am Sonntagabend kam und für mich die Sache schon durch war.“
Hintergrund der Nominierung: Beim letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen (6. bis 22. Februar) nächste Woche im tschechischen Nove Mesto pausieren einige Athleten, um sie zu schonen. Dadurch rücken Sportler aus dem IBU-Cup-Team nach, wodurch gleichzeitig Startplätze beim IBU-Cup frei werden - und davon sicherte sich Kesper eben einen durch seinen dritten Platz beim Austria-Cup. Im Sprint über zehn Kilometer musste er nach zwei Fehlern im Stehendanschlag zwei Strafrunden laufen und kam nach 30:32 Minuten ins Ziel. Den Sieg sicherte sich Fabian Kaskel (Todtnau; 29:36,7 Minuten/0 Fehler), Zweiter wurde Benjamin Menz (Tambach-Dietharz; 30:17,6/1). „Das war keine Meisterleistung, ich würde es eher als Glück bezeichnen, weil im Weltcup einige Sportler pausieren und dadurch auch im IBU-Cup mehr Plätze als sonst freigeworden sind.“
In der Slowakei stehen bereits am Mittwoch die Mixed- und Single-Mixed-Staffeln auf dem Programm. Am Freitag folgt ein Sprint, ehe die Wettkämpfe am Samstag mit einem Massenstart enden. „Ich nehme die Chance gern an und hoffe, gute Rennen zu machen“, blickt der Willinger optimistisch voraus. Foto: Kevin Voigt