Platz eins und zwei für Steffen Lingnau
Rang eins und zwei – viel besser hätte das vergangene Wochenende für Skispringer Steffen Lingnau vom SC Willingen kaum laufen können. Der 15-Jährige sicherte sich bei der Deutschen Schülermeisterschaft am Samstag in Klingenthal den zweiten Platz, im Schülercup am Sonntag schaffte er sogar den Sprung auf Rang eins.
In einem schwierigen Wettkampf hat Steffen bei den Schülern 14/15 den Titel nur ganz knapp verpasst. Aufgrund des warmen Wetters und der nicht einfachen Windbedingungen entschied die Jury noch vor dem Ende des ersten Wertungsdurchgangs, auf das Finale zu verzichten. Der 15-Jährige zeigte nach einer super Trainingsleistung auch im Wettkampf einen starken Sprung auf 71,5 Meter und verpasste mit Windpech auf Rang zwei nur knapp den Titel, den sich Eric Förschler (SV Kniebis; 74,5) sicherte. Am Ende hatte er nur 1,4 Punkte mehr gesammelt als Steffen. „Umgerechnet ist das gerade einmal etwas mehr als ein halber Meter Rückstand“, sagte Trainer Daniel Luckey.
Teamkollege Ben Mungenast kam auf 48,5 Meter und wurde damit 46. Für Britta Kühne hieß es bei den Schülerinnen 14/15/16 nach 47 Metern Rang 33. Es gewann Mara Häfner (Warmensteinach; 77 Meter). „Britta und Ben konnten ihre Fortschritte aus dem Training noch nicht in den Wettkampf transportieren, sammelten aber wertvolle Erfahrungen“, so Luckey.
Am Sonntag ließ sich Steffen den Sieg nicht nehmen: Bei ruhigen und fairen Windbedingungen setzte er sich mit 79,5 Metern souverän durch. Da die warmen Temperaturen dem Schnee im Aufsprunghang bereits zugesetzt hatten, entfiel der Probedurchgang und es wurde sofort mit dem ersten Wertungsdurchgang gestartet. Nachdem einige Springerinnen und Springer aufgrund der zunehmend schwierigeren Schneebedingungen Probleme bei der Landung hatten, entschied die Jury auch am zweiten Wettkampftag, den zweiten Durchgang zu streichen. Für Ben bedeuteten 51,5 Meter Rang 20 und Britta landete mit 45 Metern erneut auf Rang 33 der Schülerinnen 14/15/16. „Auch Ben und Britta erzielten Fortschritte, auf die sich im Training weiter aufbauen lässt“, sagte Luckey. In zwei Wochen steht dann das Finale in Oberstdorf an.