Wie der Vater, so der Sohn
Jörg Gerstengarbe hat sich beim Skadi Loppet, bei dem gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften im Skimarathon über 42 Kilometer in klassischer Technik ausgetragen wurden, den Sieg gesichert. Der Willinger beendete das Rennen in Bodenmais am Sonntag in der H51 (Jahrgänge 1971 bis 1975) nach 2:09:51,5 Stunden als Dritter, da aber zwei Tschechen vor ihm waren, ging der Titel an den 52-Jährigen. In der Gesamtwertung landete der Willinger auf Rang 25 von 144 Teilnehmern.
Der Skadi Loppet ist neben dem König-Ludwig-Lauf in Oberammergau einer der größten Skimarathons in Deutschland. „Die Strecke auf den Höhen des Bayerischen Waldes ist sehr anspruchsvoll. Es war meine fünfte Teilnahme und ich mag die unterschiedlich steilen, aber auch langen Klassikanstiege“, sagte der Hobbyathlet und ergänzte: „2019 war ich sogar schon mal Zehnter der Gesamtwertung, aber man wird eben nicht jünger, von daher bin ich mit dem 25. Platz dieses Jahr auch sehr zufrieden.“
Auf knapp fünf Trainingsstunden pro Woche versucht Gerstengarbe zu kommen, mal ist er auf Rollski unterwegs, macht Stockläufe oder Krafttraining. „Mehr geht zeitlich meistens gar nicht.“ Und wie der Vater, so der Sohn: Ebenfalls gestartet in Bodenmais ist auch Malte. „Bei den Kinderrennen zählt nicht der Sieg, sondern die Teilnahme, das ist wirklich toll“, sagt Gerstengarbe. Daher hat auch jedes Kind einen Pokal, eine Medaille und ein Geschenk bekommen. Drei Kilometer hatte Malte, der für den Ski-Club Willingen am Start war, beim Junior Skadi Loppet zu überwinden – und dabei kam der Spaß nicht zu kurz, denn es war auch eine Abfahrt zu bewältigen.