Zum Saisonende noch ein paar Pünktchen gesammelt
Zum Abschluss noch einmal unter die Top 30: Beim letzten FIS-Cup im polnischen Zakopane ist Robin Kloß vom Ski-Club Willingen vergangenes Wochenende auf die Plätze 40 und 29 gesprungen. „Somit gab es zum Saisonende noch ein paar Pünktchen“, sagte der 20-Jährige, der bereits seit Wochenbeginn in Polen war. „Dort durfte ich aufgrund meiner Vorleistungen starten.“ Seine 126,5 Meter bei schweren Windverhältnissen bedeuteten Rang 41. „Das war okay, es sind unter anderem auch Dawid Kubacki und Noriaki Kasai mitgesprungen.“ Bester und einziger Deutscher, der es in den zweiten Durchgang schaffte, war Martin Hamann auf Rang 18 (127; 131,5). Es siegte der Österreicher Clemens Aigner (139,5; 138).
„Die Saison war mit Abstand die härteste meiner Karriere“, erklärte Kloß rückblickend. „Es gab einige Rückschläge, und vieles ist nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Trotzdem bin ich froh, dass ich die Saison durchgezogen habe. Ich konnte viele neue Dinge mitnehmen und daraus lernen, auch wenn sich das nicht immer in den Ergebnissen gezeigt hat.“ In den kommenden Wochen sollen die Resultate analysiert und die Weichen für die neue Saison gestellt werden. „Und ich werde erst einmal Urlaub machen, weil ich ziemlich kaputt bin“, so der 20-Jährige.
In der Gesamtwertung des FIS-Cups landete Kloß auf Rang 99 von 152 Teilnehmern, im Deutschlandpokal, beim dem der letzte Wettkampf abgesagt werde musste, weil kein Schnee mehr lag, wurde er Dritter bei den Herren und den Junioren.
Bei der Jugend 16 sammelte Philipp Beckmann 254 Punkte und wurde Zehnter. „Philipp ist mit zwei Top-Sechs-Platzierungen stark in den Winter gestartet und hat sich Hoffnungen auf einen Platz im D/C-Kader gemacht. Im Saisonverlauf ging ihm aber etwas die Luft aus“, so Coach Daniel Luckey. „Trotzdem bin ich optimistisch, dass er sich weiter gut entwickeln wird, da er technisch schon sehr stark springt und bisher körperlich noch nicht so weit entwickelt war, wie seine Konkurrenten.“
Seine Vereinskollegen Jonte Schönstedt (108 Punkte), Sebastian Mitrofan (40) und Karl Beckmann (38) belegten die Plätze 17, 18 und 19. Besonders bewegend war die Saison für Jonte: „Beim dritten Deutschlandpokal in Seefeld ist er so schwer gestürzt, dass er mit dem Helikopter abgeholt werden musste und eine Woche im künstlichen Koma lag“, berichtete Luckey. Nach einer Reha startete er Mitte März wieder hochmotiviert ins Training. Bitter war sein Aus vor allem, weil er bei seinem ersten Wettkampf in Oberhof direkt unter die besten Fünf kam. „Das war sein zweiter Wettkampf auf nationaler Ebene, da er erst vor 3,5 Jahren mit dem Skispringen begonnen hat. Aber dank seines enormen Ehrgeizes und Fleißes bin ich sehr optimistisch, dass er sich im Sommer wieder herankämpfen wird.“ Karl und Sebastian waren ebenfalls verletzt und konnten nur eingeschränkt starten.
Ludwig Flamme sicherte sich bei der Jugend 17 mit 300 Zählern Rang sieben. „Ludwig hat sich in Stams sehr gut weiterentwickelt und im Training teils schon sehr starke Leistungen gezeigt, konnte sie aber noch nicht in die Wettkämpfe transportieren. Damit das künftig besser gelingt, wird Flamme seit Januar von einem Mentaltrainer begleitet.
Foto: Jan Simon Schäfer